Umweltungleichheit (als sozialräumliche Ungleichverteilung von Umweltbelastungen) hat in den USA oft folgende Merkmale:
- von hohen Umweltbelastungen betroffene Personengruppen sind auch sozial benachteiligt
- hohe Umweltbelastungen korrelieren mit Gesundheitsproblemen
- die Verteilung neuer Umweltbelastungen verstärkt eine schon bestehende Ungleichverteilung
- Umweltsanierung erfolgt unterschiedlich für verschiedene soziale/ethnische Gruppen.
Sozialräumliche Unterschiede in Umweltbelastungen können durch verschiedene Prozesse entstehen:
- vorab, durch Standortentscheidungen von Investoren, Betreibern oder Behörden nach Maßgabe politischer Widerstandsmöglichkeiten betroffener Personen und Gemeinden (Diskriminierungseffekt)
- vorab, nach Kosten-Nutzen-Vergleichen zwischen verschiedenen möglichen Standorten (Markteffekt)
- nachträglich, durch Absinken der Umwelt- und Wohnqualität in betroffenen Regionen, Gemeinden, Stadtvierteln oder "Quartieren", Wegzug von "Normalbevölkerung" und Zuzug von sozialen Randgruppen (Selektions- bzw. Drifteffekt).
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